ADHS und Programmieren lernen: Meine persönliche Reise

Von Max Schneider ·

Journey

Hallo liebe Leser,

heute möchte ich meine persönliche Reise mit euch teilen – eine Reise, die von Höhen und Tiefen geprägt ist, aber vor allem von der Entdeckung meiner Leidenschaft für das Programmieren trotz meiner ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Es war nicht immer einfach, aber die Herausforderungen haben mich letztendlich zu einem Ort geführt, an dem ich meine Kreativität entfalten und meine Fähigkeiten nutzen konnte.

Als ich erkannte, dass ich ADHS habe, fühlte es sich zunächst wie eine Einschränkung an. Die Schwierigkeiten bei der Konzentration und das ständige Bedürfnis nach Abwechslung schienen meiner beruflichen Entwicklung im Wege zu stehen. Doch anstatt mich entmutigen zu lassen, entschied ich mich dazu weiter zu gehen. Vorallem durch meinen Glauben fand ich Trost und die Überzeugung, dass jede Herausforderung eine Chance zur persönlichen Entwicklung darstellt. Ich wandte mich in meinen schwersten Momenten im Gebet dem Herrn Jesus Christus zu der mir half, meine inneren Kämpfe zu überwinden.

Die Welt der Codes und Algorithmen faszinierte mich schon immer. Es schien, als ob ich in dieser Welt meine eigene Ordnung schaffen und meine Gedanken strukturieren konnte. Anfangs war es nicht einfach, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren, aber ich fand Wege, dies zu bewältigen. Die Flexibilität des Programmierens ermöglichte es mir, meine Kreativität auszuleben und verschiedene Herangehensweisen zu testen, bis ich diejenige fand, die für mich funktionierte.

Die Herausforderungen, die mit ADHS einhergehen, erforderten auch eine gewisse Selbstreflexion und die Entwicklung von Strategien zur Selbstorganisation. Ich lernte, mir realistische Ziele zu setzen, Pausen einzuplanen und mich auf die positiven Aspekte meiner Störung zu konzentrieren. Die Fähigkeit, schnell zwischen verschiedenen Aufgaben zu wechseln, erwies sich als nützlich, wenn es darum ging, schnell Lösungen zu finden.

Ein weiterer Wendepunkt meiner Reise war die Entdeckung von Gemeinschaften, die sich um die Förderung von Menschen mit ADHS im Bereich der Technologie und des Programmierens kümmern. Hier fand ich Unterstützung, Austausch und Inspiration. Es war beruhigend zu wissen, dass ich nicht allein war und dass meine Art zu denken und zu arbeiten eine Stärke sein konnte, statt eine Schwäche.

Mit der Zeit verbesserte sich nicht nur meine Programmierfähigkeit, sondern auch meine Fähigkeit, mich auf andere Aspekte meines Lebens zu konzentrieren. Die Struktur und Logik des Programmierens halfen mir, meine Gedanken zu organisieren und meine Energie gezielt einzusetzen.

Meine Botschaft an alle, die ähnliche Herausforderungen bewältigen: Ihr seid nicht allein, und eure Besonderheiten können zu euren größten Stärken werden. Wenn ich es schaffen kann, trotz ADHS zu programmieren, dann könnt auch ihr eure Leidenschaften verfolgen und eure Ziele erreichen.

In diesem Sinne, happy coding!

Euer Max



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